Ferdinand Mitterböck
Données personnelles
Né:
Décédé:
Profession:
Persécution:
Haft 27.09.1943 - 12.11.1943,
Haft 03.11.1944 - 07.04.1945
Adhésions
Curriculum Vitae
Ferdinand Mitterböck wird als Sohn des Landwirten Ferdinand Max und seiner Ehefrau Theresia, geborene Laber, in Schrambach bei Lilienfeld in Niederösterreich geboren. Er besucht in Schrambach die zweiklassige Volksschule und arbeitet im Anschluss in der Landwirtschaft seiner Eltern.
In der Zwischenkriegszeit tritt Ferdinand Mitterböck der Christlichsozialen Partei (CSP) und dem Bauernbund bei. 1936 heiratet er die Landwirtstochter Anna Ziegelwagner und ein Jahr später, im Jahre 1937, übernimmt er den elterlichen Hof.
Am 12. März 1938 erlebt Ferdinand Mitterböck wie mit dem Einmarsch der deutschen Wehrmacht das freie und unabhängige Österreich untergeht. Kurz danach wird sein Sohn geboren. Danach ist Ferdinand Mitterbauer bis September 1943 politisch nicht weiters auffällig.
Am 7. September 1943 arbeitet Ferdinand Mitterböck in seinem Obstgarten, als er mit einigen Frauen, die an einem nahegelegenen Brunnen stehen, ins Gespräch kommt.
Ein Offizier hielt an eine Truppe eine Ansprache, wurde aber von den anwesenden Frauen gehindert und gesteinigt. Er gab daraufhin an die Soldaten den Befehl, gegen die Frauen zu schießen. Dieser Befehl wurde aber von den Soldaten verweigert. Der Offizier, der in ein Krankenhaus gebracht werden mußte, ist an den Folgen der erlittenen Verletzungen gestorben.
Wenn es alle so machen, würde es bald anders werden.
Ferdinand Mitterböck wird von den Frauen denunziert, am 27. September 1943 von der Gestapo wegen Vergehen nach dem Heimtückegesetz verhaftet und in das Gefängnis in St. Pölten eingeliefert. Es ist bis 12. November 1943 in Haft. Aufgrund der dort erlittenen Misshandlungen und dem permanenten Lichtentzug erblindet er an einem Auge und erkrankt derart schwer, dass er zwischen 20. Jänner 1944 und 12. Juni 1944 in das Krankenhaus eingeliefert werden muss. In einem Gerichtsverfahren wird Ferdinand Mitterböck zu einem Jahr und 4 Monaten Haft verurteilt.
Am 3. November 1944 muss er seine Haft in der Strafanstalt Graz antreten. Dort wird er von den Alliierten am 7. April 1945 befreit.
Die erlittenen Misshandlungen haben Ferdinand Mitterböcks Gesundheit jedoch derart beeinträchtigt, dass er bald nach der Befreiung Österreichs, im Februar 1948 verstirbt.
Seine Ehefrau Anna Mitterböck übernimmt den landwirtschaftlichen Betrieb und engagiert sich in der neugegründeten Österreichischen Volkspartei (ÖVP) und der ÖVP-Kameradschaft der politisch Verfolgten und Bekenner für Österreich. Sie überlebt ihren Ehemann um 46 Jahre und verstirbt 1994. Anna Mitterböck heiratete niemals wieder.

Lieux
Lieu de résidence:
Citations
Landesarchiv Niederösterreich
