Rudolf Kauf
Données personnelles
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Adhésions
Curriculum Vitae
Rudolf Kauf kommt in Neu Kleinkrosse in Schlesien [heute: Nová Malá Kraš in Tschechien] zur Welt. Über seine Eltern ist nichts erhalten geblieben. Nach der Volksschule besucht er die Bürgerschule und absolviert im Anschluss eine Ausbildung zum Messerschmied.
Nach der Niederlage Österreich-Ungarns, der Zerschlagung der Doppelmonarchie und der Vertreibung des Hauses Habsburg bleibt Rudolf Kauf vorerst in der Tschechoslowakischen Republik, zieht aber zwischen 1921 und 1924 nach Wien. Dort tritt er am 5. Mai 1924 in den Dienst des Infanterieregiments Nr. 4 österreichischen Bundesheeres. Er heiratet und wird in weiterer Folge Vater eines Sohnes und zweier Töchter.
1933 wird Rudolfe Kauf Mitglied des freiwilligen Schutzkorps der Exekutive. Beim nationalsozialistischen Putschversuch im Juli 1934, bei dem Bundeskanzler Engelbert Dollfuss ermordet wird, ist er als Schutzkorpsmann im Dienst, wird zur Abwehr der Nationalsozialisten vor der Österreichischen Radio-Verkehrs AG (RAVAG) eingesetzt und verwundet. Im anschließenden Prozess gegen die Nationalsozialisten (die Putschisten nennt sich 'Standarte 89') tritt er als einer der Kronzeugen auf.
Am 12. März 1938 erlebt Rudolf Kauf wie mit dem Einmarsch der deutschen Wehrmacht das freie und unabhängige Österreich untergeht. Bereits am 15. März 1938 wird er von ehemaligen Mitgliedern der Standarte 89 für einen Tag verhaftet und schwer misshandelt. Ihm werden die Vorderzähne ausgeschlagen.
Am 2. Juni 1938 wird Rudolf Kauf abermals verhaftet und am 25. September 1938 in das KZ Buchenwald deportiert. Zwar wird gegen ihn Anlage wegen Falschaussage erhoben, aber sofort eingestellt. Am 8. Februar 1939 wird er aus dem Konzentrationslager entlassen., bleibt aber noch bis 15. Februar 1939 in Wien in Haft. Seine Ehe wird in weiterer Folge geschieden.
In Wien heiratet Rudolf Kauf ein weiteres Mal und wird Vater einer Tochter. Danach wird er wahrscheinlich zur Wehrmacht eingezogen.
Nach der Befreiung Österreichs und der Wiedererrichtung der Republik im April bzw. Mai 1945 tritt er der neugegründeten Österreichischen Volkspartei (ÖVP) und der ÖVP-Kameradschaft der politisch Verfolgten und Bekenner für Österreich bei. Er findet Arbeit in der Österreichischen Radio-Verkehrs AG (RAVAG). Auch seine zweite Ehe scheitert.
Als Angestellter der Österreichischen Radio-Verkehrs AG (RAVAG) geht Rudolf Kauf in Pension. 1965 zieht er nach Klosterneuburg. Dort verstirbt er mit 70 Jahren. Er findet seine letzte Ruhestätte am Friedhof in Wien-Stammersdorf Zentral.
Citations
Wiener Stadt- und Landesarchiv (WStLA)
Österreichisches Staatsarchiv (ÖStA)
Arolsen Archives
Friedhöfe Wien - Verstorbenensuche
