Hermann Klein (geb. Hendel)
Données personnelles
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Décédé:
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Ermordet am 09.04.1945
Curriculum Vitae
Hermann Hendel kommt in Lukawetz in der Bukowina [heute: Lukawzi in der Ukraine] als unehelicher Sohn von Frieda Klein zur Welt. Er ist jüdischen Glaubens. Über seine Kindheit und Jugend ist nichts erhalten geblieben.
Spätestens 1916 zieht er mit seiner Mutter nach Wien und heiratet die ebenfalls jüdische Malvine Stark. Die Ehe bleibt kinderlos und wird 1923 geschieden. Er und seine Mutter ändern danach ihren Nachnamen von 'Hendel' auf 'Klein'.
Am 14. März 1926 heiratet Hermann Klein die Katholikin Maria Langstadlinger nach jüdischem Ritus. Die Ehe bleibt kinderlos. Sie eröffnen gemeinsam ein Haus- und Küchengeschäft in der Erdbergstraße 122, im 3. Wiener Gemeindebezirk. Am 18. Juni 1933 heiraten sie nach katholischen Ritus, nachdem Hermann Klein offensichtlich zum katholischen Glauben konvertiert ist. Auch wenn er sich politisch nicht engagiert, ist Hermann Klein ein entschiedener Gegner des Nationalsozialismus und macht dies in seiner Umgebung auch öffentlich bekannt.
Am 12. März 1938 muss Hermann Klein erleben, wie mit dem Einmarsch der deutschen Wehrmacht das freie und unabhängige Österreich untergeht. Mit der Besetzung Österreichs wird die deutsche Gesetzgebung übernommen und damit auch die ‘Nürnberger Rassengesetze’, nach denen er als ‘Volljude' gilt. Der Umstand, dass er mit einer Katholikin verheiratet ist, schützt ihn vor weiterer Verfolgung. Auch unter den deutschen Herrschern, macht er aus seiner ablehnenden Gesinnung keinen Hehl.
Am 14. Oktober 1938 wird sein Haus- und Küchengeschäft von Nationalsozialisten im Rahmen von Ausschreitungen gegen katholisch-konservative Kreise geplündert und verwüstet und damit ihre Existenzgrundlage vernichtet. Er versucht danach zu seinem Bruder in den Vereinigten Staaten von Amerika zu emigrieren. Durch den Ausbruch des II. Weltkrieges wird dieses Unterfangen jedoch verhindert.
In Wien erlebt Hermann Klein, unter ärmlichsten Verhältnissen, den Zeiten Weltkrieg. Wenige Tage vor der Befreiung Wiens wird er von zwei SS Männern in seinem Wohnhaus gestellt, ausgeraubt und ermordet. Der Zeuge Oberstleutnant Friedrich Barabas schildert am 26. Juli 1946 das erlebte.
Marie Klein erlebt die Befreiung Österreichs und die Wiedererrichtung der Republik im April bzw. Mai 1945. Sie tritt der neugegründeten Österreichischen Volkspartei (ÖVP) und der ÖVP-Kameradschaft der politisch Verfolgten und Bekenner für Österreich bei. Sie überlebt ihren Ehemann um 20 Jahre und verstirbt 1965.
Lieux
Lieu de résidence:
Citations
Wiener Stadt- und Landesarchiv (WStLA)
Matricula Online
www.genteam.at
