Josef Kemeny (geb. Klein)
Données personnelles
Né:
Décédé:
Profession:
Persécution:
Zwangsarbeit 16.04.1941 - Oktober 1941,
Zwangsarbeit 01.02.1942 - 20.11.1943,
Zwangsarbeit 02.05.1944 - 27.11.1944,
KZ Mauthausen 27.11.1944 - 05.05.1945
Adhésions
Curriculum Vitae
Josef Klein kommt in Seregélyes in Ungarn als ehelicher Sohn des Gewürzhändlers Bernet Klein und seiner Gattin Fanny, geborene Weisz, zur Welt. Die Familie ist jüdischen Glaubens. Nach der Schulbildung zeiht er nach Budapest, wird er Vertreter im der Textilbranche und heiratet in weiterer Folge Illona Frommer. 1935 wird er Vater eines Sohnes.
Ungarn tritt am 26. Juni 1941 an der Seite der Achsenmächte in den II. Weltkrieg ein. Juden in Ungarn werden unter der Diktatur von Reichsverweser Miklós Horthy zwar materiell ausgebeutet, aber nicht körperlich verfolgt. Zwischen dem 1. Februar 1942 und dem 20. November 1943 wird Josef Klein in Ungarn zur Zwangsarbeit eingezogen. Nach einer Phase der materiellen Ausbeutung unter Miklós Kállay, Ministerpräsident unter Reichsverweser Miklós Horthy, kommt es 1944 zu einer nächsten Phase der Verfolgung in Ungarn. Mit den deutschen Invasionstruppen kommt ein 200 Mann starkes Sondereinsatzkommando des Reichssicherheitshauptamtes (RSHA) unter Führung von SS-Obersturmbannführer Adolf Eichmann mit dem Auftrag, die 'Endlösung' einzuleiten und die Durchführung durch die ungarischen Behörden zu überwachen. Die deutschen Schätzungen gehen von etwa einer Million Juden aus. Die Stufen der Endlösung, die von ungarischen Behörden umgesetzt werden, sind Erfassung, Kennzeichnung, Entrechtung, Ghettoisierung, Zwangsarbeit, Enteignung und Deportation.
Ungarn wird am 19. März 1944 von deutschen Truppen unter dem Decknamen 'Operation Margarethe' besetzt. Am 23. März 1944 wird eine neue Regierung unter Ministerpräsident Döme Sztójay gebildet. Bald werden die jüdischen Ungarn mit 107 Gesetzen vollständig entrechtet.
Am 2. Mai 1944 wird Josef Klein abermals, diesmal von den neuen Machthabern, zur Zwangsarbeit verpflichtet und am 27. November 1944 in das KZ Mauthausen deportiert. Dort erlebt er die Befreiung durch die 11. Panzerdivision der 3. US-Army am 5. Mai 1945.
Er kehrt zu seiner Familie nach Budapest zurück und ändert seinen Nachnamen von 'Klein' auf 'Kemeny'. Nach der kommunistischen Machtübernahme in Ungarn flieht die jüdische Familie nach Wien. Zuerst überlegen sie nach Canada auszuwandern, bleiben aber dann doch in Wien. Josef Kemeny tritt der Österreichischen Volkspartei (ÖVP) und der ÖVP-Kameradschaft der politisch Verfolgten und Bekenner für Österreich bei. Beruflich arbeitet er wieder als Vertreter in der Textilbranche. 1952 werden sie österreichische Staatsbürger.
In Wien geht Josef Kemeny in Pension und verstirbt mit 70 Jahren. Er findet seine letzte Ruhestätte am jüdischen Friedhof des Wiener Zentralfriedhofs.
Citations
Wiener Stadt- und Landesarchiv (WStLA)
Arolsen Archives
www.myheritage.com
