Anton Johann Mühlbauer

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Anton Johann Mühlbauer
Image : Diözesanarchiv Wien

Données personnelles

Né:

25 mars 1895, Vienne

Décédé:

25 mars 1983, Vienne

Profession:

Prêtres et enseignants

Persécution:

Haft 09.05.1944 - 01.11.1944,
KZ Dachau 01.11.1944 - 30.04.1945

Curriculum Vitae

Johann Anton Mühlbauer wird als Sohn eines Geschäftsdieners in Wien geboren und besucht dort die Volksschule und im Anschluss das Missionsgymnasium der 'Gesellschaft des göttlichen Wortes', wo er 1914 maturiert. Im März 1915 wird er in den Ersten Weltkrieg eingezogen und kommt, kriegsverletzt, 1918 aus diesem zurück. Er muss die Matura an einer öffentlichen Schule wiederholen und inskribiert 1919 Theologie an der Universität Wien. Im gleichen Jahr tritt ins Priesterseminar ein. 1923 absolviert er sein Studium und wird zum Priester geweiht. Danach beginnt er eine Lehrtätigkeit als Religionslehrer an der Volksschule Quellenstraße 21, im 10. Wiener Gemeindebezirk, sowie an diversen weiteren Schulen. 1934 tritt er der Vaterländischen Front bei.

Nach der Okkupation Österreichs durch das Deutsche Reich im März 1938 verbleibt er im Schuldienst. Er wohnt in Untermiete bei der Jüdin Maria Rosa Roeder, geb. Loth. Er unterstützt Jüdinnen und Juden bei der Flucht vor den Nationalsozialisten und tritt für ein freies und unabhängiges Österreich ein. Am 9. Mai 1944 werden Maria Rosa Roeder und er von der Gestapo verhaftet. Er steht im Verdacht 'verbotenen Umgang mit Juden gepflogen zu haben und von diesen Dokumente und Wertgegenstände übernommen zu haben'.

Im Schreiben des Reichsstadthalters von Wien an die Schulbehörde wird dazu festgehalten:

Zur Vormerkung auf der Karteikarte, dass der planm. Konfessionslehrer Anton Mühlbauer am 9.5.1944 wegen verbotenen Umgangs mit Juden angezeigt und vorläufig in Haft genommen wurde. Bei der Hausdurchsuchung wurde eine größere Anzahl von Personaldokumenten und Urkunden emigrierter Juden vorgefunden.

Der Reichsstadthalter von Wien über Anton Mühlbauer

Am 1. November 1944 wird er ins KZ Dachau deportiert, wo er bis zum 30. April 1945 bleibt.

Nach dem Krieg wird Anton Johann Mühlbauer rehabilitiert und tritt seinen Dienst Ende November 1945 als Volksschullehrer in der Volksschule Quellenstraße wieder an. Gesundheitlich ist er jedoch von den Erlebnissen des Konzentrationslagers gekennzeichnet. Er engagiert sich im Präsidium des Österreichischen KZ-Verbandes. 1955 tritt er in den Ruhestand. Anton Johann Mühlbauer verstirbt 1983 in Wien.

Lieux

Persécution:

Lieu de résidence:

Citations

Bildungsdirektion Wien

Diözesanarchiv Wien

Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes (1984): Widerstand und Verfolgung in Wien 1934 - 1945. Band 3 (Wien), S. 72

Anton Johann Mühlbauer

Prêtres et enseignants
* 25 mars 1895
Vienne
† 25 mars 1983
Vienne
Responsabilité, Camp de concentration