Emmi Jellinek
Personalia
Born:
Died:
Profession:
Persecution:
Haft 04.11.1942 - 01.04.1943,
KZ Theresienstadt 01.04.1943,
Ermordet nach dem 01.04.1943
Curriculum Vitae
Emmi Jellinek kommt in Wien als eheliche Tochter des Prokuristen Heinrich Jellinek und seiner Gattin Charlotte, geborene Wohlmuth, zur Welt. Ihr Vater war vom jüdischen Glauben ausgetreten und konfessionslos, ihre Mutter jüdischen Glaubens; Emmi Jellinek wird katholisch getauft. Ihr älterer Bruder ist Rudolf Jellinek. Ab 1935 besucht Emmi Jellinek die Volksschule in Wien.
Am 12. März 1938 erlebt Emmi Jellinek, wie mit dem Einmarsch der deutschen Wehrmacht das freie und unabhängige Österreich untergeht. Mit der Besetzung Österreichs wird die deutsche Gesetzgebung übernommen und damit auch die ‘Nürnberger Rassengesetze’, nach denen sie als 'Volljüdin’ gilt. Der Besuch eines Gymnasiums ist ihr verboten. Am 19. September 1941 wird das tragen verpflichtende des gelben 'Judensterns' eingeführt.
Nachdem ihr Bruder sich für die verbotene Kommunistische Partei Österreich (KPÖ) engagiert und von der Gestapo entdeckt wird, wird die gesamte Familie am 4. November 1942 verhaftet und am 1. April 1943 in das KZ Theresienstadt deportiert. Danach verliert sich ihre Spur. Ihr Bruder und ihre Eltern werden am 29. September 1944 in das KZ Auschwitz überstellt. Ob Emmi Jellinek zu diesem Zeitpunkt noch am Leben ist, ist nicht mehr erhalten.
Emmi Jellinek wird wie ihre Eltern Opfer der Shoah, lediglich ihr Bruder überlebt die Konzentrationslager des Dritten Reiches und engagiert sich später in der neugegründeten Österreichischen Volkspartei (ÖVP) und der ÖVP-Kameradschaft der politisch Verfolgten und Bekenner für Österreich.
Places
Residence:
Death Place:
Citations
Wiener Stadt- und Landesarchiv (WStLA)
Österreichisches Staatsarchiv (ÖStA)
Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstands (DÖW)
Arolsen Archives
www.myheritage.com
