Josef Karl Kaim

Photo von Josef Kaim im Jahre 1985
Josef Kaim im Jahre 1985
Image: Kaim Bau- und Sprengunternehmung GmbH

Personalia

Born:

May 22, 1906, Vienna

Died:

December 29, 1985, Vienna

Profession:

Beamter und Baumeister

Memberships

Austrian People's Party, ÖVP Comradeship of the politically persecuted and confessors for Austria

Curriculum Vitae

Josef Karl Kaim kommt in Wien als ehelicher Sohn des Beamten im k.k. Handelsministerium, Josef Kaim und seiner Gattin Bertha, geborene Kronais, zur Welt. Nach der Volksschule absolviert er die Gymnasial-Unterstufe und im Anschluss die höhere technische Bundeslehranstalt Wien, wo er 1925 maturiert.

Am 1. Juli 1927 beginnt Josef Kaim als Beamter im Bau- und Erhaltungsdienst des Post- und Telegraphendienstes in Wien zu arbeiten. Dort beginnt er sich in der Gewerkschaft zu engagieren. Am 22. Mai 1930 heiratet er Maria Soukup, die Ehe bleibt jedoch kinderlos. 1933 erfolgt seine Bestellung zum Obmann des gewerkschaftlichen Zentralausschusses, womit er ab 1934 Mitglied der Vaterländischen Front ist. Der Gegner des Nationalsozialismus betätigt sich aktiv für ein freies und unabhängiges Österreich. Berufsbegleitend inskribiert er im Wintersemester 1937/38 Jus an der Universität Wien.

Am 12. März 1938 muss Josef Kaim erleben, wie mit dem Einmarsch der deutschen Wehrmacht das freie und unabhängige Österreich untergeht. Bereits am 14. März 1938 wird er von der Gestapo verhaftet und ist bis 16. Mai 1938 in Schutzhaft. Aufgrund seiner Gegnerschaft zum Nationalsozialismus wird ihm das weitere Studieren untersagt. Seine Entlassung durch Zwangspensionierung erfolgt am 28. Februar 1939. Von einer Mindestrente müssen Josef und Maria Kaim während der Besetzung Österreichs leben.

In Wien erlebt Josef Kaim die Befreiung Österreichs dun die Wiedererrichtung der Republik im April bzw. Mai 1945. Bereits am 15. Juli 1945 gründet er in Wien das Bau- und Sprengunternehmen Kaim. Er tritt der neugegründeten Österreichischen Volkspartei (ÖVP) und der ÖVP-Kameradschaft der politisch Verfolgten und Bekenner für Österreich bei. 1964 tritt Wolfgang Kainz in das Unternehmen ein. 1973 übernimmt Wolfgang Kainz die Geschäftsführung des inzwischen stark gewachsenen Betriebes. 1974 wird das Unternehmen in eine GmbH umgewandelt, welches inzwischen international tätig ist.

1985 adoptiert Josef Kaim Wolfang Kainz. Noch im gleichen Jahr verstirbt Josef Kaim mit 79 Jahren in Wien. Er findet seine letzte Ruhestätte am Friedhof in Wien-Döbling.

Places

Residence:

Citations

Wiener Stadt- und Landesarchiv (WStLA)

Archiv der Universität Wien

Matricula Online

Kaim Bau- und Sprengunternehmung GmbH

Friedhöfe Wien - Verstorbenensuche

Josef Kaim

Beamter und Baumeister
* May 22, 1906
Vienna
† December 29, 1985
Vienna
Study ban, Dismissal, Detention